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  Ausgabe 71

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  Es war einmal...

… vor langer, langer Zeit – um ganz genau zu sein, im letzten Jahrtausend – da wurde eine Zeitschrift namens "Termin-Info-Postille" kurz „Tip“ genannt, geboren. Wie dies geschah, will ich Euch hier und heute gerne erzählen:

Etwa im Jahr 1996 fiel mir auf, dass es im Ruhrgebiet zwar einige wunderbare Zeitschriften gab, die sich zum Ziel gesetzt hatten, Kulturveranstaltungen bekannter zu machen. Aber in keiner von ihnen konnte man Termine von Vorträgen, Workshops oder Seminaren zum Thema Körper, Geist und Seele finden. Dies fiel mir besonders deshalb auf, weil ich als Reikilehrerin arbeite und viele Menschen mich nach Yogalehrern, Heilpraktikern oder ganzheitlich arbeitenden Ärzten fragten.

Es gab zwar in einigen Ruhrgebiets-Städten Esoterikläden, die auch als Informationsbörse fungierten. Doch das schien nicht auszureichen. Mir war das auf jeden Fall viel zu wenig. Es war nicht nur ziemlich unübersichtlich und verwirrend, wenn überall so viele verschiedene Flyer herumlagen, sondern auch sehr unökologisch. Sinnvoller und effektiver fand ich es, alle Termine in ein Heft zu schreiben. Eine Lösung musste her.

„Coolibri für Körper, Geist und Seele“, das war mein Arbeitstitel. Leider hatte ich so gar kein Startkapital. Das Loslegen musste somit noch etwas warten. Aber wie das im Leben so ist mit den Zufällen, sie fallen Dir genau dann zu, wenn Du sie brauchst. Und mein Zufall kam in Gestalt von Barbara Marienfeld – und mit ihr eine geniale Idee. Sie hatte in Amsterdam ein „Alternatives Adressbuch“ gesehen und schlug vor, dass wir so etwas auch für Bochum machen.

Und so wurde es Wirklichkeit, das erste Bochumer „Adressbuch für Körper, Geist und Seele“. Das Heft erschien genau zur richtigen Zeit und am richtigen Ort. Die Annahme bei den Menschen war einfach klasse, so dass die Nachfrage der anderen Städte wuchs – Essen und Dortmund folgten auf den Fuß. Die Akzeptanz war supergut und wir mächtig stolz auf unseren Erfolg. Ein Jahr später legten wir dann das erste „Ruhrgebiets-Adressbuch für Körper, Geist und Seele“ auf.

Und diese Adressbücher waren die Wegbereiter. Sie machten die Bahn frei für eine eigene neue Zeitschrift – für unseren „Tip Ruhrgbiet“.

Zu dem Zeitpunkt der Geburtsstunde hatten wir schon eine ganze Menge Kontakte geknüpft, eine kleine, aber sehr kompetente und vor allem engagierte Mannschaft hatte sich zusammen gefunden. Mit Herzblut unterstützten sie das neue Projekt: Andrea Homersen, Martina Salinger-Rost, Michael Alisch und Uddhar (Wolfgang Könighaus).

Und dann war es soweit. Im September 1998 starteten wir mit der ersten Ausgabe mit dem Schwerpunktthema „Aura Soma“. Besonderes Augenmerk legten wir auf das Layout. Es sollte etwas Besonderes sein, vom allerersten Heft an. Und das wurde es, und das blieb es bis heute. Diesen Ehrgeiz lassen wir uns nicht nehmen. Und dass das Layout gefällt, zeigen immer wieder die vielen Rückmeldungen unserer Leser.

Anfangs hatten wir noch den Idealismus, alle Texte, die uns zugesandt wurden, kostenlos zu veröffentlichen. Doch das funktionierte leider nicht, da wir kein Kapital im Rücken hatten. Eine geeignete Lösung musste her, und das schnell. Und so wurden die Kosten auf alle Schultern verteilt. Und dies haben wir bis heute beibehalten: Durch die Preise für die Artikel werden ausschließlich die Unkosten gedeckt. Wir arbeiten an dem Punkt kostenlos.

Vieles hat sich seit der ersten Ausgabe getan: Die Auflage verdoppelte sich im Laufe der Jahre. Begannen wir noch mit einer Auflagen von 7000 Exemplaren, so sind wir inzwischen bei einer erstaunlichen Menge von 18.000 angekommen.

Von der Kernmannschaft ist nur noch Martina Salinger-Rost übriggeblieben und manchmal hilft auch Andrea Homersen bei der Verteilung. Ansonsten hat sich die Zahl der Mitarbeiter inzwischen auf zehn erhöht. Außerdem halten wir auch weiterhin die Reproanstalt "Krug Litho" und diverse Druckereien auf Trab. Einen Teil der Verteilung haben wir inzwischen auch an die Firma "BoMobile" abgegeben.

Zunächst einmal hatten wir nur 250 Verteilstellen, heute sind es über 1100. Zu Beginn wurde der tip nur in den größeren Ruhrgebietsstädten verteilt, heute liegt er in über 100 Städten aus.

Ein Grund dafür, dass wir den Namen von „tip Ruhrgebiet“ später in „tip - Magazin für Körper, Geist und Seele“ änderten. Der tip hatte die Grenzen des Ruhrgebiets längst überschritten, und wir haben reagiert.

Wichtig ist uns nach wie vor, das Heft immer wieder neu und besser zu machen. Deshalb haben wir uns im letzten Jahr auch ganz auf den Vierfarbdruck umgestellt.

Auf die neuen Medien haben wir von Anfang an vertraut. Seit 1999 gibt es unsere Internetseite. War sie zunächst eine Widerspiegelung des Heftes, so ist sie heute ein fast eigenständiges Medium. Zusätzliche Artikel, die nicht in der Printausgabe abgedruckt wurden, kommen dort an die Öffentlichkeit.

Erst im letzten Jahr erfuhr die Seite eine völlige Überarbeitung, so dass wir heute schnell auf aktuelle Ereignisse reagieren können. Unsere bisher größte Online-Aktion war im letzten Winter der Adventskalender, an dessen Verlosung sich täglich bis zu 70 Leser/innen beteiligten. Wir verlosten viele tolle Geschenke, die uns unsere Kunden im Vorfeld zur Verfügung stellten.

Da es unser Bestreben ist, ein ganzheitliches Magazin herauszubringen, gibt es seit dem letzten Jahr noch einen zusätzlichen Serviceteil: Unsere „Grünen Seiten“. Dort berichten wir über Bioläden, Vollkornbäckereien etc. und listen auf, wo man in unserem Einzugsgebiet gesunde Lebensmittel und andere ökologisch erzeugte Waren kaufen kann.

Und unser Wunsch für die Zukunft ist es, Euch auch weiterhin ein interessantes und informatives Angebot sowohl im Print- als auch im Onlinebereich zu bieten.

Vielen Dank für all Eure Unterstützung und eine gute Zeit wünscht Euch

das Team vom „tip“ und

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